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Welchen Drucker für unter 120 Euro? Der Kaufratgeber
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Welchen Drucker für unter 120 Euro? Der Kaufratgeber

Die 50-Seiten-Grenze entscheidet, konkrete Modelle und die Falle der Patronenkosten

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Soleback Team

25. Sept. 20265 Min. Lesezeit

Welchen Drucker für unter 120 Euro? Der Kaufratgeber

Bei einem Budget von 120 Euro entscheidet nicht die Ausstattungsliste, sondern eine einzige Zahl. Wie viele Seiten druckst du pro Monat, denn ab etwa 50 Seiten kippt die Rechnung komplett. Unten erklären wir, wie du die Entscheidung triffst, und nennen konkrete Modelle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Druckkosten zählen mehr als der Kaufpreis, denn sie übersteigen ihn bei regelmäßigem Druck
  • Unter 50 Seiten pro Monat ist ein Laserdrucker die wirtschaftlichere Wahl
  • Tintentankdrucker unterbieten 1 Cent pro Seite, kosten aber meist 300 Euro und mehr
  • Ein Gerät für 60 Euro kann langfristig teurer werden als eines für 250 Euro
  • In diesem Budget bekommst du Mono-Laser oder Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte
  • Einen Farblaser gibt es hier nicht

Erst die Folgekosten rechnen, dann den Drucker kaufen

Das ist der häufigste Fehler beim Druckerkauf und eine eigene Sektion wert, denn daraus folgt alles andere.

Der Gerätepreis ist eine Einmalzahlung, Tinte oder Toner kaufst du über die gesamte Nutzungsdauer. Genau deshalb gilt der Satz, den man sich merken sollte: ein Drucker für 60 Euro kann auf Dauer deutlich teurer werden als einer für 250 Euro, wenn ständig neue Patronen fällig sind.

Der HP DeskJet 2820e ist dafür das Lehrbuchbeispiel. Rund 50 Euro in der Anschaffung, aber hohe Patronenkosten auf Dauer.

Die 50-Seiten-Grenze

Hier liegt die eigentliche Entscheidungsregel, und sie ist erfreulich einfach.

Wer unter 50 Seiten pro Monat druckt, fährt mit einem Laserdrucker wirtschaftlicher. Wer darüber liegt, profitiert von einem Tintentanksystem.

Der Grund: Tanksysteme wie Epsons EcoTank drücken die Seitenkosten auf deutlich unter 1 Cent, was kein Patronendrucker erreicht. Der Haken ist der Anschaffungspreis von rund 300 bis 430 Euro, der sich bei Wenigdruckern schlicht nicht rechnet.

In einem Budget von 120 Euro ist das Tanksystem damit ohnehin außer Reichweite, und die Antwort lautet in der Regel: Mono-Laser.

Laser oder Tintenstrahl

Laserdrucker, monochrom

Vorteile: niedrige Seitenkosten, kein Eintrocknen, sofort einsatzbereit, exzellente Schwarzweiß-Textqualität, hohe Geschwindigkeit, lange Haltbarkeit.

Nachteile: kein Farbdruck in diesem Budget, Schwächen bei Foto und Farbe, größere Bauform.

Der Punkt mit dem Eintrocknen wird oft unterschätzt. Laserdrucker benötigen keine Reinigungszyklen, während Tintenstrahldrucker bei seltenem Druck höhere effektive Seitenkosten haben, weil die Tinte eintrocknen kann.

Tintenstrahldrucker

Vorteile: günstiger Einstieg, kompakt, Farbdruck, bessere Fotoqualität mit speziellem Fotopapier, meist als Multifunktionsgerät mit Scanner und Kopierer.

Nachteile: eintrocknende Tinte bei seltener Nutzung, teure Patronen, langsamer.

Konkrete Modelle in diesem Budget

Brother HL-1110, rund 100 Euro. Reiner Monochrom-Laserdrucker mit 20 Seiten pro Minute, sehr kompakt. Duplexdruck nur manuell, Anschluss nur per USB, dafür punktet er mit überaus günstigen Tonerkartuschen. Die Sparoption, wenn WLAN verzichtbar ist.

HP LaserJet M209d. Monochrom-Laser mit automatischem Duplexdruck und bis zu 29 Seiten pro Minute. Ebenfalls per USB angebunden.

Brother HL-L2400DW, rund 128 Euro. Mono-Laser, knapp über dem Budget, aber im Angebot regelmäßig darunter.

Brother HL-L2350DW, ab 100 Euro. Reiner Schwarzweiß-Laser, ausdrücklich als ideal für Wenigdrucker eingeordnet und günstig in Anschaffung wie Unterhalt.

Epson WorkForce WF-2930DWF, unter 100 Euro. Zuverlässiges 4-in-1-Multifunktionsgerät mit Tintenstrahl, im Entwurfsmodus bis 33 Seiten pro Minute, mit ADF-Einheit, automatischem Duplexdruck, Farbdisplay und WLAN. Die Wahl, wenn du Scanner und Farbe brauchst.

Canon PIXMA TS7650i, rund 100 Euro. Im CHIP-Test Preis-Leistungs-Sieger mit hoher Druckgeschwindigkeit.

Canon PIXMA TS3750i. Sehr günstiger Einstieg für Gelegenheitsnutzer und Studierende, die nur einige Seiten pro Monat drucken.

Die Preise schwanken stark, deshalb lohnt der Vergleich mehrerer Händler vor dem Kauf.

Worauf du achten solltest

Der Preis der Ersatzpatrone oder des Toners. Prüfe ihn vor dem Gerätekauf, nicht danach. Das ist der wichtigste Parameter der ganzen Kategorie.

Für scharfe Textausdrucke genügen 600 dpi. 1.200 dpi lohnen erst bei detailreichen Grafiken und kleinen Schriften.

Geschwindigkeit ist im Home-Office weniger kritisch als in großen Büros mit Warteschlangen. Ab 25 Seiten pro Minute gilt sie als sehr gut, aber zu Hause merkt man den Unterschied selten.

Stromverbrauch im Standby. Nach EU-Standard sollte ein Drucker ausgeschaltet unter 0,5 Watt liegen; im Ruhemodus unterscheiden sich Geräte deutlicher.

WLAN und mobiles Drucken. Nicht selbstverständlich in diesem Budget: Brother HL-1110 und HP LaserJet M209d hängen nur am USB-Kabel.

Wo kaufen

Druckerpreise schwanken zwischen Händlern um mehrere Dutzend Euro, ein Vergleich lohnt sich also. Einkäufe über Soleback bringen dabei einen Teil des Bestellwerts zurück:

Der Klick über Soleback muss der letzte vor dem Shop sein, gutgeschrieben wird nach Ablauf der Rücksendefrist.

Ein Blick in unsere Rubrik mit Aktionen lohnt ebenfalls, denn Unterhaltungselektronik landet häufig in Saisonaktionen.

Ein praktischer Rat für diese Kategorie: prüfe den Preis der Ersatzpatrone im selben Shop, in dem du den Drucker kaufst. Die Unterschiede sind groß, und genau sie entscheiden über die Betriebskosten.

Häufige Fragen

Welcher Drucker unter 120 Euro ist der beste?

Das hängt vom Druckprofil ab. Bei überwiegend schwarzweißem Text ist ein Mono-Laser wie der Brother HL-L2350DW die wirtschaftlichere Wahl. Brauchst du Farbe und Scanner, führt der Epson WorkForce WF-2930DWF die Kategorie an.

Ab wann lohnt sich ein Tintentankdrucker?

Ab etwa 50 Seiten pro Monat. Darunter ist ein Laserdrucker wirtschaftlicher, weil sich der Anschaffungspreis von rund 300 bis 430 Euro für ein Tanksystem nicht amortisiert.

Bekomme ich in diesem Budget einen Farblaser?

Nein. Farblaserdrucker sind deutlich teurer. Unter 120 Euro sind vor allem Monochrom-Laser und Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte verfügbar.

Eignet sich ein Tintenstrahldrucker bei seltenem Druck?

Mit Einschränkung. Bei seltener Nutzung kann die Tinte eintrocknen, wodurch die effektiven Seitenkosten steigen. Laserdrucker haben dieses Problem nicht und sind sofort einsatzbereit.

Wie viele dpi brauche ich?

Für scharfe Textausdrucke reichen 600 dpi. Eine höhere Auflösung von 1.200 dpi ist nur bei detailreichen Grafiken und sehr kleinen Schriftarten von Vorteil.

Haben günstige Laserdrucker WLAN?

Nicht alle. Der Brother HL-1110 und der HP LaserJet M209d lassen sich nur per USB anbinden. Wer drahtlos drucken will, sollte die Ausstattung vor dem Kauf prüfen.

Worauf ist bei günstigen Tintenstrahldruckern zu achten?

Auf die Patronenkosten. Der HP DeskJet 2820e kostet rund 50 Euro, ist auf Dauer aber durch hohe Patronenpreise teuer. Prüfe den Preis der Ersatzpatrone vor dem Kauf des Geräts.

Fazit

Diese ganze Kategorie läuft auf eine einzige Zahl hinaus, nicht auf eine Ausstattungsliste. Deine monatliche Seitenzahl.

Unter 50 Seiten pro Monat: Mono-Laser. Keine eintrocknende Tinte, sofort einsatzbereit, niedrige Seitenkosten. Der Brother HL-L2350DW gilt ausdrücklich als ideal für Wenigdrucker.

Brauchst du Farbe und Scanner: Tintenstrahl-Multifunktionsgerät, bewusst gewählt. Der Epson WorkForce WF-2930DWF bietet mit ADF, Duplex und WLAN in dieser Klasse viel.

Und eine Sache, die fast niemand macht. Bevor du auf Kaufen klickst, prüfe den Preis der Ersatzpatrone oder des Toners für das gewählte Modell. Fünf Minuten, die über mehrere Hundert Euro im Jahr entscheiden.

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