

Eine gute Maus zum Zocken kostet rund 30 €, ein Turniermodell meist 120 bis 160 €. Wir erklären, wofür du wirklich bezahlst, was die Profis nutzen und was du in jeder Preisklasse wählen solltest.
Soleback Team
Eine gute Maus zum Zocken bekommst du heute schon für rund 30 €. So viel kosten beliebte kabelgebundene Modelle wie die Logitech G203 Lightsync (in anderen Ländern als G102 verkauft) oder die Razer DeathAdder Essential. Für die Mäuse, mit denen Profis CS2 und Valorant spielen, zahlst du meist 120 bis 160 €.
Die gute Nachricht: Zwischen diesen Beträgen liegt kein Abgrund bei der Präzision. Der Sensor einer 30-Euro-Maus verfolgt deine Handbewegung tadellos. Eine teurere Maus bringt vor allem drei Dinge: kein Kabel, weniger Gewicht und bessere Verarbeitung. Bevor du etwas kaufst, kläre, ob du überhaupt eines davon brauchst. Der wichtigste Faktor steht ohnehin auf keiner Verpackung: die Form und ob sie zu deiner Hand passt.
Der Markt in Deutschland teilt sich heute in vier klare Preisklassen:
Spielst du zum Spaß, ist eine sinnvolle Obergrenze rund 40 € für eine kabelgebundene oder rund 60 bis 70 € für eine kabellose Maus. Über 125 € bezahlst du die letzten Prozent, die vor allem dann zählen, wenn du mehrere Stunden am Tag Ranked spielst.
Zwei Mäuse mit demselben Sensor können völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern, weil die eine gut in der Hand liegt und die andere nicht. Die Formen teilen sich in zwei Familien.
Symmetrische Mäuse wie die Razer Viper oder die Logitech G Pro X Superlight haben zwei ähnliche Seiten. Sie passen zu Griffarten, bei denen Finger und Handgelenk viele kleine Bewegungen machen. Razer beschreibt die Viper V4 Pro ausdrücklich als Maus für Claw- und Fingertip-Grip.
Ergonomische Mäuse wie die Razer DeathAdder V4 Pro, die Zowie EC2 oder die neue Logitech G Pro X Superlight 2 DEX sind für die rechte Hand geformt. Sie füllen die Hand besser aus und sind bequemer, wenn die ganze Hand auf der Maus liegt. Linkshänder sind praktisch auf symmetrische Formen angewiesen.
Wenn möglich, nimm vor dem Kauf ein paar Modelle im Laden in die Hand. Saturn hat viele gängige Gaming-Mäuse in den Märkten, und auf den Produktseiten kannst du die Abholung im Markt wählen.
Die Länge der Hand misst du von der Spitze des Mittelfingers bis zur Handgelenksfalte, die Breite quer über die Mittelhand. Laut dem Ratgeber von Voltcave gilt eine Hand unter etwa 17 cm als klein, 17 bis 20 cm als mittel und über 20 cm als groß.
Eine einfache Faustregel für den Anfang: Die Maus sollte etwa 60 Prozent so lang sein wie deine Hand. Bei 19 cm Handlänge ergibt das eine Maus von ungefähr 11,4 cm. Beim Palm-Grip hältst du dich eng an diese Regel, bei Claw und Fingertip darf es kürzer sein.
Hersteller bieten eine Form immer öfter in mehreren Größen an. Pulsar empfiehlt die Mini-Version seiner X2 für Hände unter 19 cm, und Zowie verkauft die EC-Serie in den Größen 1, 2 und 3.
Beim Palm-Grip liegt die ganze Hand auf der Maus, die Bewegung kommt aus Handgelenk und Unterarm. Dafür eignen sich größere, ergonomische Mäuse besser.
Beim Claw-Grip liegt nur der Handballen auf, die Finger sind wie Krallen gekrümmt. Das ist der häufigste Griff in Shootern, weil er Stabilität mit schnellen Korrekturen verbindet.
Beim Fingertip-Grip berühren nur die Fingerkuppen die Maus. Hier zählen ein geringes Gewicht und ein kürzeres Gehäuse, weil die Finger die ganze Arbeit machen.
Du musst deinen Griff nicht benennen können. Es reicht zu merken, ob dein Handballen die Maus berührt oder nicht. Das sagt mehr als jede Tabelle.
Vor zehn Jahren wog eine Gaming-Maus über 100 Gramm. Heute liegt der Maßstab für Turnierspieler zwischen 49 und 63 Gramm:
Weniger Gewicht macht es leichter, das Fadenkreuz schnell abzustoppen, aber es gibt eine Grenze. Die Pulsar X2 CrazyLight Mini wiegt etwa 35 bis 37 Gramm, die Finalmouse ULX Prophecy 36 g, und trotzdem wiegen die beliebtesten Profi-Mäuse 54 bis 61 Gramm. Leichter ist nicht besser, wenn du dafür Kontrolle verlierst.
Eine schwerere Maus stört nicht in Spielen, in denen es nicht auf schnelles Zielen ankommt: in Strategiespielen, MMOs oder Spielen mit vielen Shortcuts. Die Logitech G502 X Plus hat 13 programmierbare Bedienelemente, die Razer Basilisk V3 Pro 35K wiegt 112 g und hat 11 Tasten. Für einen World-of-Warcraft-Spieler sind das Vorteile, keine Nachteile.
Gelochte Gehäuse, vor ein paar Jahren in Mode, werden heute von geschlossenen, dünnwandigen Schalen mit ähnlichem Gewicht verdrängt. Die Löcher sammelten Staub und gaben unter den Fingern teils nach.
Razer wirbt bei der Viper V4 Pro mit 50.000 DPI, Logitech bei seinem HERO-2-Sensor mit 44.000 DPI. Diese Zahlen haben keine praktische Bedeutung.
Laut den Daten von csdb.gg spielen von 820 aktiven CS2-Profis 47 Prozent mit 400 DPI und 46 Prozent mit 800 DPI. Zusammen sind das 93 Prozent. Mit 3200 DPI spielt 1 Prozent. In Valorant dominieren laut prosettings.net 800 DPI (54,8 Prozent der Stichprobe) und 1600 DPI (32,3 Prozent).
Jeder ordentliche Sensor der letzten Jahre, vom PixArt PAW3395 bis zum Razer Focus Pro oder Logitech HERO, erfasst Bewegungen in dem Bereich, den du tatsächlich nutzt, fehlerfrei. SteelSeries hat schon vor Jahren in einem Ratgeber darauf hingewiesen, dass ein hoher CPI-Wert allein nichts über die Qualität eines Sensors aussagt. Wichtiger ist, ob der Sensor bei schnellen Bewegungen aussteigt (IPS, Beschleunigung), und damit haben selbst günstige Modelle bekannter Marken keine Probleme.
Die Polling-Rate gibt an, wie viele Berichte die Maus pro Sekunde an den Rechner schickt. Bei 1000 Hz kommt alle 1 ms ein Bericht, bei 8000 Hz alle 0,125 ms. Die Hersteller werben bei ihren Flaggschiffen heute mit 8000 Hz.
In der Praxis nutzen Profis das selten. In den Stichproben von rund 60 CS2- und Valorant-Spielern, die prosettings.net ausgewertet hat, spielen etwa 55 Prozent mit 1000 Hz, mit 8000 Hz nur 3,3 Prozent.
Hohes Polling hat seinen Preis. Laut TechPowerUp brauchen 8000 Hz einen ordentlichen Prozessor (der Tester nannte 6 physische Kerne), einen USB-3-Anschluss und einen Monitor mit 240 bis 360 Hz, und auf einem schwächeren Rechner kann die Reaktionsfähigkeit sogar schlechter werden. Razer rät auf seiner HyperPolling-Seite selbst, auf 4000 oder 2000 Hz zu gehen, wenn ein älteres Spiel zu ruckeln beginnt.
Eine vernünftige Wahl sind 1000 Hz im Alltag und 2000 bis 4000 Hz, wenn du einen starken Rechner und einen schnellen Monitor hast.
Die Annahme, eine kabellose Maus sei langsamer, ist überholt, aber nicht für jedes Modell. igor'sLAB hat in Messungen vom Mai 2025 festgestellt, dass die Logitech G303 Shroud ohne Kabel nur 0,2 ms langsamer ist, die ältere Zowie U2 dagegen 4 ms. Es kommt auf die konkrete Konstruktion an, nicht auf die Technik an sich.
Für den Verzicht aufs Kabel zahlst du mehr. Die günstigste kabellose Gaming-Maus einer bekannten Marke, die Logitech G305, rutscht im Angebot noch unter 40 €, kostet regulär aber deutlich mehr als die kabelgebundene G203. Eine kabelgebundene Maus mit leichtem, weichem Kabel ist weiterhin eine gute Wahl, besonders bis etwa 50 €.
Die überraschendsten Zahlen in dieser Kategorie betreffen den Akku. Der Wechsel von 1000 auf 8000 Hz halbiert die Laufzeit nicht, er verkürzt sie um ein Vielfaches:
Bei 8000 Hz lädst du die Maus also alle zwei, drei Spieltage. Bei 1000 Hz einmal pro Woche oder seltener. Die Logitech G305 läuft laut Logitech mit einer einzigen AA-Batterie bis zu 250 Stunden, dafür wiegt sie mit Batterie 99 g.
Klassische mechanische Schalter fangen nach ein paar Jahren gern an, „doppelt zu klicken“: Abgenutzte Kontakte prellen, und ein Druck wird als zwei registriert. Optische Schalter beseitigen diese Ursache, weil ein Lichtstrahl den Klick erkennt und keine Metallplättchen, die sich berühren. Unzerstörbar sind sie trotzdem nicht, denn Feder oder Elektronik können ausfallen.
Die günstige Razer Cobra hat bereits optische Schalter der dritten Generation, ebenso die Pulsar X2V2. Logitech ist noch weiter gegangen: Die G Pro X2 Superstrike hat gar keine Mikroschalter mehr, sondern misst den Druck induktiv, mit einstellbarem Auslösepunkt und haptischem Feedback. Logitech verspricht eine um bis zu 30 ms geringere Klickverzögerung.
Gleitfüße aus PTFE sind Standard. Glasfüße sind auf dem passenden Stoffpad schneller, auf einem Glaspad aber laut und empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Tausche immer den ganzen Satz, nie einen einzelnen Fuß.
Das Mauspad verändert das Spielgefühl stärker, als man denkt. Spielst du wie die meisten Profis mit 400 oder 800 DPI, brauchst du eine große Fläche, und ein kleines Büropad reicht nach der ersten weiten Bewegung nicht mehr.
Software ist Geschmackssache. Die Zowie EC2-DW funktioniert ohne Treiber, die Einstellungen änderst du über Tasten an der Unterseite. Trotzdem ist Zowie die drittbeliebteste Marke unter CS2-Profis. Die Razer Viper V4 Pro konfigurierst du im Browser, ohne eine App zu installieren.
In dieser Klasse bekommst du alles, was ein typischer Spieler braucht:
Vergleiche bei der G305 und anderen beliebten Modellen die Farben. Dieselbe Maus kostet in einer anderen Ausführung im selben Shop oft spürbar weniger, weil Händler weniger gefragte Varianten abverkaufen.
Hier beginnen leichtere Mäuse mit besseren Schaltern und die ersten leichten kabellosen Modelle:
Unserer Meinung nach ist das die beste Klasse für die meisten Spieler. Die Viper V3 HyperSpeed bietet eine kabellose Maus in Turnierform. Wer Kabel und geringes Gewicht mag, bekommt mit der OP1 8K die Ausstattung eines Flaggschiffs für einen Bruchteil des Preises.
Diese Klasse besteht vor allem aus Vorgängergenerationen der Turniermodelle, die nach dem Start ihrer Nachfolger deutlich günstiger geworden sind:
Die DeathAdder V3 Pro ist heute eines der besten Angebote am Markt. Ihr Nachfolger, die V4 Pro, ist die zweitbeliebteste Maus in CS2 und liegt eine Klasse höher, aber der Unterschied im Spiel ist den Aufpreis nur wert, wenn du um Punkte kämpfst.
Das sind die Mäuse, die du in Turnierübertragungen siehst:
Zowie-Mäuse wie die EC2-DW findest du bei Alternate, bei den Soleback-Partnern dagegen kaum.
Laut der Übersicht von prosettings.net, die 2436 Spielerprofile aus verschiedenen Spielen umfasst, ist die Logitech G Pro X Superlight 2 am beliebtesten (12 Prozent), vor der Razer Viper V3 Pro (10,8 Prozent) und der Viper V4 Pro (10 Prozent). Dahinter folgen die erste Superlight, die Logitech Superstrike und die DeathAdder V4 Pro.
In CS2 allein hat Logitech laut prosettings.net bei 947 Profilen 37,7 Prozent Anteil, Razer 31,6 Prozent und Zowie 13,3 Prozent. Die Superlight 2 nutzen 17,7 Prozent der Profis, die DeathAdder V4 Pro 11,2 Prozent.
Für dich ergeben sich daraus drei Dinge. Profis spielen mit niedrigen DPI und meist mit 1000 Hz, Rekordwerte brauchen sie also nicht. Sie wählen Mäuse mit 54 bis 61 Gramm, nicht die leichtesten am Markt. Und sie spielen fast immer mit einem Modell, das gut in ihrer Hand liegt, denn sie wechseln die Ausrüstung seltener, als die Neuheiten vermuten lassen.
Spielst du Ranked und denkst an Turniere, ergibt eine Maus aus der Oberklasse Sinn, aber nicht, weil sie besser zielt. Sie bietet über Jahre ein gleichbleibendes, berechenbares Verhalten, kabellose Freiheit ohne spürbare Verzögerung und eine Form, die du in den Händen der besten Spieler siehst.
Der praktische Weg sieht so aus. Stell in CS2 400 oder 800 DPI ein, in Valorant 800 oder 1600, und passe die Empfindlichkeit im Spiel an. Spiel mit 1000 Hz und probiere 2000 bis 4000 Hz erst mit einem Monitor ab 240 Hz. Kauf ein großes Mauspad. Erst dann denk über eine neue Maus nach, und wähle die Form, nicht die Zahlen.
Sind dir die Superlight 2 oder die DeathAdder V4 Pro zu teuer, bietet die vorige Generation (DeathAdder V3 Pro, Viper V3 Pro SE) praktisch dasselbe in der Klasse von 80 bis 125 €.
Gaming-Mäuse bekommst du bei mehreren Soleback-Partnern mit Cashback:
Zowie und die meisten Pulsar-Modelle gibt es bei den Partnern kaum. Diese Marken findest du bei Alternate, Caseking und im EU-Shop von Pulsar, die keine Soleback-Partner sind. Auch MediaMarkt führt die gängigen Modelle, ist in Deutschland aber kein Partner.
Die Quoten von den Shopseiten bei Soleback, Stand Oktober 2026:
Pro ausgegebene 100 € sind das 1 € bei Euronics, 0,90 € bei Galaxus und 0,70 € bei Alza. Für Saturn schau dir die aktuelle Quote vor dem Kauf direkt in Soleback an.
Cashback wird gutgeschrieben, wenn du ihn vor dem Kauf in Soleback aktivierst und im selben Browser kaufst, nicht in der App des Shops. Werbeblocker und Tracking-Schutz können die Weiterleitung unterbrechen. Schickst du die Maus zurück, verfällt der Cashback. Auf die Bestätigung wartest du bei Euronics in der Regel 60 bis 90 Tage, bei Galaxus und Alza 60 bis 120 Tage. Am bequemsten behältst du das mit der Soleback-Erweiterung für den Browser im Blick.
Ein neues Konto bringt außerdem einen Willkommensbonus, der in Stufen ausgezahlt wird, sobald dein eigener Cashback in den ersten 45 Tagen bestimmte Schwellen erreicht. Eine Maus allein schafft das kaum, zusammen mit größeren Elektronikkäufen aber schon.
Rabattcodes kannst du mit Cashback kombinieren, entscheidend ist aber, woher der Code stammt. Unbedenklich sind zwei Arten: Codes aus dem Bereich Aktionen bei Soleback und Codes, die der Shop auf seiner offiziellen Website veröffentlicht, etwa auf der Produktseite oder in einem Aktionsbanner.
Vorsicht bei Codes von externen Gutscheinportalen und Aggregatoren. Durch sie wird der Cashback unter Umständen nicht gutgeschrieben, weil der Kauf einem anderen Portal zugeordnet wird. Elektronikhändler veröffentlichen regelmäßig eigene Codes für Mäuse bestimmter Marken, meist für ein paar Tage oder Wochen. Bevor du also anderswo nach einem Code suchst, schau auf die Website des Shops und in die Aktionen bei Soleback.
Egal in welcher Klasse: Stell 1000 Hz und niedrige DPI ein und kauf ein ordentliches Mauspad. Das verbessert dein Spiel mehr als rund 80 € Aufpreis für ein Flaggschiff.
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